Termine

(ohne Gewähr)

Die Treffen der ALL sind öffentlich - Interessierte herzlich eingeladen.

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Wenn Sie einen Termin ein- tragen möchten - bitte E-Mail an:nlechler@aol.com   

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Öffnungszeiten Hallenbad Leutershausen,  

Alter Postberg 7

Die:   16.00 bis 19.00 Uhr

Mi:     16.00 bis 21.00 Uhr
Do:    16.00 bis 20.00 Uhr
Fr:     16.00 bis 20.00 Uhr
Sa:    13.00 bis 16.00 Uhr

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Stadtbibliothek im Kulturhaus am Ochsenhof

Mo: 15.00 bis 18.00 Uhr

Di:  10.30 bis 13.30 Uhr

Mi: 15.00 bis 18.00 Uhr

Do: 15.00 bis 20.00 Uhr

Fr:  15.00 bis 18.00 Uhr

Sa: 09.00 bis 12.00 Uhr

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Eine-Welt-Laden Leutershausen

Kulturhaus Am Ochsenhof

Donnerstag 15.00 - 18.00 Uhr

Freitag        15.00 - 18.00 Uhr

Samstag     09.00 - 12.00 Uhr

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Samstag 27. Mai und Sonntag 28. Mai 2017

ab 18.00 Uhr; So 10.00 Uhr

Winden Feuerwehrhaus

Grillfest der FFW Mittelramstadt


Samstag 27. Mai 2017

11.30 Uhr

Weißenkirchberg Schulhof

Grillfest - 110 Jahre Männergesangverein 1907 Weißenkirchberg


Freitag 2. Juni 2017

15.30 Uhr

Leutershausen Stadtbibliothek am Ochsenhof

Vorlesespaß in der BiB

für Kinder von 4 - 7 Jahren


Freitag 7. Juli 2017

15.30 Uhr

Leutershausen Stadtbibliothek am Ochsenhof

Vorlesespaß in der BiB

für Kinder von 4 - 7 Jahren


Freitag 9. Juni bis Sonntag 11. Juni 2017

Wiedersbach Dorfplatz

Dorffest Wiedersbach

Veranstalter: FFW Wiedersbach


Samstag 17. Juni bis

Sonntag 18. Juni 2017

16.00 Uhr; So 10.00 Uhr

Leutershausen Vereins-scheune Jochsberger Straße

Fischerfest


Samstag 24. Juni 2017

14.00 Uhr

Leutershausen Altmühlbad

28. Altmühltriathlon Leutershausen

Veranstalter: TV Leutershausen


Samstag 24. Juni bis Sonntag 25. Juni 2017


Grillfest FFW Neunkirchen

ödp 

Kurzprogramm der ÖDP zur Europawahl 2014

Europa fußt auf christlich humanistischen Werten. Die europäische Politik muss sich deshalb im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen für Gerechtigkeit, Frieden und für die Bewahrung der Schöpfung und damit der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen.

 

1. Wir sind überzeugte Europäer!

Europa muss als Staatenverbund erhalten bleiben, demokratisch gestaltet werden und der kulturellen Vielfalt verpflichtet sein. Aber gerade weil wir von der europäischen Idee überzeugt sind, meinen wir, dass die Europäische Union in wichtigen Punkten reformiert werden muss. Die jetzt gültigen EU Verträge weisen  erhebliche Schwächen auf. Durch sie geben wir wesentliche Teile der Demokratie und der Sozialpolitik auf und können sogar ungewollt in militärische Aktionen verwickelt werden.

Unser Ziel ist eine Europäische Union, die die kulturellen, sprachlichen und wirtschaftlichen Eigenarten der einzelnen Völker und Regionen respektiert und fördert. Wir unterstützen die Entwicklung der EU von einer bloßen Wirtschaftsgemeinschaft hin zu einem Staatenverbund freier, sich vorrangig selbst regierender Völker.

Die Achtung der Menschenrechte, der Prinzipien eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats und eine rökologisch-sozialen Marktwirtschaft müssen als die entscheidenden Kriterien sowohl für die Reform und die innere Entwicklung der EU, als auch für weitere EU-Beitritte gelten.

 

2. Wir brauchen transparente, demokratisch legitimierte EU-Institutionen

Das Europäische Parlament muss mit den grundlegenden Rechten eines demokratischen Parlaments ausgestattet werden:

1. Das Recht, Gesetze selbst zu formulieren (statt nur über die Vorlagen der EU-Kommission abzustimmen) und damit auch grundsätzliche Fragen zu regeln (z.B. Agro-Gentechnik).

2. Das Recht, über die Einnahmen (durch Steuern oder Umlagen) und Ausgaben der EU zu bestimmen.

3. Das Recht, Kommissare vorzuschlagen, die Europäische Kommission einzusetzen und zu entlassen.

Für die Wahl des Europäischen Parlaments muss ein einheitliches Wahlrecht ohne Sperrklauseln und mit gleichem Stimmgewicht gelten. Derzeit wählt jedes Mitgliedsland nach eigenen Wahlgesetzen. Und eine Wählerstimme aus Malta oder Luxemburg hat fast das zehnfache Stimmgewicht wie eine in Deutschland oder Frankreich. Um den Einfluss der Mitgliedsstaaten zu gewährleisten und auch den kleinen EU-Staaten genügend Mitspracherecht zu garantieren, muss es eine zweite Kammer (ähnlich dem Bundesrat) geben.

Die Europäische Kommission ist der parlamentarischen Kontrolle zu unterstellen. Ihre Aufgaben sind strikt auf die Umsetzung der europäischen Gesetze und Beschlüsse zu beschränken. Die Regelungskompetenz der EU ist auf diejenigen Bereiche zu beschränken, die ihr durch den EU-Vertrag ausdrücklich übertragen werden. Was auf der Ebene der Kommunen oder der Mitgliedsstaaten sinnvoll geregelt werden kann, soll nicht an die EU übertragen werden.

 

3. Konsolidierung derStaatshaushalte –Kontrolle der Banken und der Kapitalmärkte –Stabilisierung des Euro

Einige europäische Staaten sind völlig überschuldet. Hier ist „Hilfe zur Selbsthilfe“ angesagt. Allerdings sind auch die Gläubiger (Banken und Kapitalanleger) in Haftung zu nehmen. Innereuropäische Steueroasen (z.B. Österreich oder die Jersey-Inseln) sind umgehend und konsequent auszutrocknen.

Auch viele europäische Bankenhaben ungeheure Schulden und Risiken angehäuft. Das gesamte europäische Bankenwesen muss daher reformiert werden. Für die Abwicklung von Banken müssen faire Regeln entwickelt werden; auch hier sind die Gläubiger in die Pflicht zunehmen.

Die Euro-Krise ist noch nicht überwunden. Ihre Ursachen sind vielfältig – und die einfache Lösung gibt es nicht. Gemessen an der Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften z.B. erscheint der Euro in einigen Ländern zu stark, in anderen zu schwach. Das hemmt die wirtschaftliche Entwicklung und führt zu Spannungen. Wir sprechen uns für den Erhalt des Euro aus. Jedoch: Wo der Verbleib in der Euro-Zone für ein Mitglied nur unter unzumutbaren Härten möglich ist, sollte diesem Mitglied die Rückkehr zu einer eigenen Währung ermöglicht werden, so es dies wünscht. Für die Entwicklung stabiler dezentraler Wirtschaftsstrukturen müssen die nationalen Wirtschaftsräume der Eurozone, die sich nach wie vor sehr stark in Tradition, Ressourcen und Produktivität unterscheiden, dort wo es nötig ist, wieder die Möglichkeit bekommen, die Unterschiede bei grenzüberschreitenden Transaktionen durch Wechselkurse zu neutralisieren.

Trotz dieser Probleme will die ÖDP den Euro in möglichst vielen Ländern erhalten.

Der ESM und die Pläne der Europäischen Zentralbank EZB sind dazu der falsche Weg. Sie ermöglichen den unbegrenzten Schuldenankauf einzelner Mitgliedsländer durch die EZB. Damit wird den Mitgliedsländern ein starker Anreiz gesetzt, sich weiter zu verschulden und zu überschulden. Auf der anderen Seite steigen die Haftungsrisiken für jedes solider wirtschaftende Land potenziell ins Unermessliche. Damit ist auch für Deutschland ein Anreiz zu Wachstum auf Pump gesetzt, da die Stabilität des Euro als Schuldenwährung in Frage gestellt ist. Wachstum auf Pump ist nicht nur ökologisch ungesund. Die ÖDP fordert den Ausstieg aus dem ESM.

Die Bankenunion ist in der geplanten Form verkehrt. Sie führt dazu, dass die Banken stabiler Länder für zusammenbrechende Banken von Ländern in Schieflage haften müssen, im Ernstfall potenziell unbegrenzt. Tritt der Krisenfall ein, wird dieser zu überteuerten Krediten und weiteren sehr ungünstigen Konditionen für alle Bankkunden führen; eine Krise der Realwirtschaft wäre damit vorprogrammiert. Die ÖDP lehnt die Bankenunion in angedachter Form ab und fordert über die geplante Bankenunion eine vollständige, transparente und europaweite Diskussionin der breiten Öffentlichkeit.

 

4. Wohlstand ohne Wachstumszwang -Abkehr von der Wachstumsideologie und für faire Handelsbedingungen

Die ÖDP steht für eine Wirtschaftsordnung, die ökologisches, soziales und gemeinwohlorientiertes Handeln fördert. Auf europäischer Ebene herrscht derzeit noch die neoliberale Ideologie vor, die auf Wirtschaftswachstum, hohe Kapitalrenditen und die Selbstregulierungsmechanismen der Märkte setzt. Wohin das führt, kann man an den Umweltzerstörungen ebenso ablesen wie an den wiederkehrenden Finanzmarktkrisen. Daher fordert die ÖDP eine Wirtschaftsform ohne Zwang zu ständigem Wachstum. Sie bekennt sich in wesentlichen Teilen zu der Idee der Postwachstumsökonomie, die vom Grundsatz „Weniger ist mehr!“ geleitet wird. Wir wollen mit weniger materiellem Aufwand mehr Lebensqualität erreichen. Dazu bedarf es eines grundlegenden Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Ziel ist die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks von Personen, Unternehmen und Staaten auf ein global nachhaltiges Niveau.

Wir brauchen auf EU-Ebene:

- Eine ökologisch und sozialausgerichtete Wirtschaftsordnung.

- Eine Harmonisierung der Steuerpolitik, damit nicht Gewinne, die in Deutschland erzielt werden, in Irland oder auf Jersey mit niedrigsten Sätzen versteuert werden können.

- Die Beendigung schädlicher Subventionen (z.B. des Straßen - und Luftverkehrs, der Atomkraft, des Tabakanbaus).

- Die Beendigung versteckter Subventionen durch kostenlose Emission von Schadstoffen in Luft, Wasser und Böden, von Licht und Lärm in die Umwelt. Nur Kostenwahrheit in diesem Bereich schafft faire Wettbewerbsbedingungen für verantwortlich wirtschaftende Unternehmen.

- Eine Angleichung der Beschäftigungs-, Sozial-und Umweltstandards.

- Faire Bedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

 

5. Umwelt- und Naturschutz

Umweltzerstörung macht nicht an Staatsgrenzen halt. Die in der EU vorhandenen Abkommen und Richtlinien zum Umweltschutz müssen konsequent umgesetzt werden. Umweltschutzmaßnahmen dürfen nicht mit der Forderung nach freiem Wettbewerb und Wirtschaftswachstum blockiert werden (so zuletzt wieder die CO2-Richtlinie für den Flottenverbrauch der Autobauer).

Zentrale Ziele der ÖDP-Europapolitik im Umweltbereich sind: Gewässerschutz, Beendigung der Vermüllung und der Überfischung der Meere, Stopp von Bodenerosion und Flächenversiegelung, Müllvermeidung und Recycling, wirksame Klimapolitik (u.a.durch drastische Verknappung der CO2-Emissionszertifikate).

Wirtschaft ohne Ökologie ist Raubbau an unseren Lebensgrundlagen. Basis der Umweltpolitik muss daher eine Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft sein, wo Kostenwahrheit und Verursacherhaftung gelten. Umweltschäden können nur vermieden werden, wenn man ihre finanziellen Folgen den Verursachern anlastet.

 

6. Tierschutz

Im Umgang mit Tieren brauchen wir einen Bewusstseinswandel: Tiere sind keine Ware! Tiere wirksam zu schützen, muss ein anerkannter Teil der Kulturordnung eines vereinten Europa werden.

Dazu gehört unter anderem:

- Schlachtviehtransporte nur vom Erzeuger zu einem nahe gelegenen Schlachthof.

- Verbot quälerischer Intensivhaltung von Nutztieren.

- Verbot gentechnischer Manipulationen zur Leistungssteigerung oder Veränderung von Arten; aber auch von „Qualzucht“ (z.B. Kindchenschema bei Möpsen) mit konventionellen Zuchtmethoden.

- Verbandsklagerecht der anerkannten Tierschutzverbände.

 

7. Landwirtschaft

Landwirtschaft ist die Basis unserer Ernährung und damit unseres Lebens überhaupt. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde sie von einer bäuerlichen Kreislaufwirtschaft zu einer industriellen Rohstoff-„Produktion“ für Nahrungsmittelindustrie und Energieerzeugung umgebaut. Die Subventions-, Freihandels- und Wettbewerbspolitik der EU ließ den Landwirten kaum eine Wahl - und hat sie immer mehr von Subventionen, von der chemischen Industrie sowie von Öl- und Futtermitteleinfuhren abhängig gemacht. Davon profitieren vor allem große, intensiv wirtschaftende Betriebe. Kleinere Familienbetriebe bleiben oft auf der Strecke. Die ÖDP setzt sich ein für:

- Eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft mit weitgehend dezentraler Vermarktung.

- Die Koppelung der Subventionen an eine ökologische Wirtschaftsweise.

- Die Begrenzung der Tierhaltung durch Bindung an Fläche.

- Naturnahe Waldwirtschaft.

- Ein Verbot der Agro- Gentechnik und von Patenten auf Leben.

- Den Stopp von Flächenverbrauch zu Lasten des Lebensmittelanbaus.

 

8. Verbraucherschutz

Belastete Nahrungsmittel, Tierseuchen, Pollenflug genmanipulierter Pflanzen – all das endet nicht an nationalen Grenzen. Daher ist Verbraucherschutz auch eine europäische Aufgabe. Sie betrifft alle Lebensbereiche von der Lebensmittelherstellung über den Internethandel und das Reisevertragsrecht bis zum Mobilfunk.

Die ÖDP setzt sich u.a. ein für:

- EU-weites Verbot von Anbau und Import gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel.

- Sämtliche Produkte aus der Landwirtschaft, die aus gentechnisch verändertem Material bestehen oder mit deren Hilfe hergestellt wurden, sind eindeutig zu kennzeichnen.

- Kennzeichnungspflicht für alle Lebensmittel

- Inhaltsstoffe (ohne Ausnahmen) und Angabe des Herstellers bzw. des Herstellungsortes (keine Vertriebsangaben).

- Reduzierung von Antibiotika in der Tierhaltung.

- Verbot von Alkohol- und Tabakwerbung.

- Senkung der Strahlengrenzwerte für Mobilfunk, Handys und andere Funksysteme.

- Einführung eines EU-einheitlichen, verbraucherfreundlichen Vertragsrechts.

- EU-weites Klagerecht der Verbraucherverbände.

 

9. Umfassende Energiewende

Mittel- und langfristig gibt es keine Alternative zu einer umfassenden Wende hin zu Erneuerbaren Energien – sowohl für Deutschland wie für ganz Europa und auch global.

Eine umfassende Energiewende hat Strom, Wärme und Verkehr im Blick. Sie setzt nicht allein auf  Erzeugung aus erneuerbaren Quellen, sondern auch auf effiziente Nutzung und auf Verzicht auf  unnötigen Verbrauch, denn rund zwei Drittel der eingesetzten Energie verschwenden wir derzeit ungenutzt.

Die ÖDP hält eine europäische Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Quellen für möglich und notwendig.

Konkret fordert die ÖDP u.a.:

- Beendigung des Euratom-Vertrages und unverzüglichen EU-weiten Atomausstieg.

- Volle Haftpflicht der Betreiber von Atomkraftwerken für alle Risiken und für die sichere Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in der gesamten EU.

- EU-weite Regelung einer Mindestbesteuerung aller Primärenergieträger.

- Schaffung eines Erneuerbare-Energien-Vertrages und Förderung Erneuerbarer Energien.

- Forcierte Entwicklung umweltverträglich der, effizienter Speichertechnologien.

- Verbot von Fracking und vergleichbar umweltschädlichen Fördermaßnahmen.

- Verbot der künstlichen Speicherung von CO2 im Boden

 

10. Neue Mobilitätskonzepte

Die Mobilitätsanforderungen der Zukunft lassen sich nicht über immer mehr Autos, LKWs und Straßen bewältigen, sondern durch die Kombination konsequenter Verkehrsvermeidung mit dem gezielten Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel.

Im Einzelnen brauchen wir europaweit:

- Faire Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger, indem alle Verkehrsarten mit ihren tatsächlichen Kosten, auch denen für Umweltverschmutzung und Folgeschäden, belastet werden.

- Entwicklung sparsamerer, umweltverträglicherer Fahrzeuge und Verkehrssysteme.

- Verlagerung von Transport von der Straße auf Schiene oder Wasserwege.

- Förderung wohnortnahen Arbeitens statt Förderung langer Pendlerwege.

- Flugbenzinbesteuerung, echtes Nachtflugverbot, keine EU-Subventionierung für Neu- und Ausbau von Flughäfen

 

11. Sozial- und Familienpolitik

Sozialpolitik und Familienpolitik bleiben im Verantwortungsbereich der Mitgliedsländer. Dennoch braucht die EU gemeinsame soziale Mindeststandards, wenn sie mehr als eine neoliberal ausgerichtete Freihandelszone sein will. Denn funktionsfähige Sozialsysteme sind eine Voraussetzung für ein geordnetes Nebeneinander. Jedes EU-Mitgliedsland muss daher für ein eigenes stabiles Sozialsystem unter Einhaltung der gemeinsamen Mindeststandards sorgen. Allerdings müssen die Sozialsysteme die unterschiedlichen historisch gewachsenen Verhältnisse berücksichtigen. Zugleich erfordert die Freizügigkeit zwischenstaatliche Regelungen, um die nationalen Systeme miteinander verträglich zu machen.

- Jedes EU-Mitglied hat dafür zu sorgen, dass das System der Jugend- und Alterssicherung weder zur Diskriminierung von Eltern noch von kinderlosen Bürgern führt. Weder Erwerbs- noch Erziehungsarbeit darf Anlass für Diskriminierung sein.

- Das Elternrecht zur Erziehung eigener Kinder darf nicht durch gesetzlich unterschiedliche Behandlung einzelner Erziehungsformen unterlaufen werden. Ob Eltern ihre Kinder selbst erziehen wollen oder sich eine Fremdbetreuung wünschen, darf nicht durchgesetzliche Maßnahmen „gelenkt“ werden.

- Jedes Mitgliedsland hat ein ausgewogenes Verhältnis sozialer Lasten zwischen den Generationen anzustreben. Im Falle eines Geburtendefizits dürfen sich daraus ergebende Finanzierungsprobleme bei der Alterssicherung nicht auf die nachfolgende Generation abgewälzt werden. Nur so kann ein nachhaltiges Sozialsystem erreicht werden.

- In jedem Mitgliedsland sind die Mitbürger/innen gemäß ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben heranzuziehen. Einer Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich ist durch geeignete steuerliche Maßnahmen entgegenzutreten.

 

12. Arbeitsmigration, Lohndumping, politisches Asyl

Die extrem unterschiedlichen Lebensverhältnisse innerhalb der EU führen zu Arbeitsmigration (die nicht selten längere Trennungen der Familien zur Folge hat), Lohndumping (über oft mehrfach verschachtelte, undurchsichtige Werkverträge) und Schwarzarbeit. Entwicklungen, die auch Konsequenzen für die einheimische Bevölkerung haben: wachsender Niedriglohnsektor, steigende Mieten, soziale Schieflagen.

Asylrecht und Asylverfahren sind europaweit so zu gestalten, dass sie dem Grundrecht auf Asyl genügen. Auch mit der Flüchtlingssituation an den EU-Außengrenzen dürfen wir uns nicht abfinden.

Die ÖDP fordert:

- Enge Auslegung der Werkvertragsregelung, die immer mehr zur Umgehung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung genutzt wird.

- Sofortige Arbeitnehmerfreizügigkeit für die Bewohner neu beigetretener EU-Staaten, denn sie würde die Umgehung der Beschränkungen über Werkverträge beenden.

- Einhaltung der Beschäftigungs- , Sozial- und Umweltstandards des Mitgliedsstaates, in dem die Dienstleistung erbracht wird, als Voraussetzung für die Zulassung eines Unternehmens zur Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen.

- Schaffung eines einheitlichen Grundrechts auf Asyl und einheitlicher Standards für die Asylverfahren und den Umgang mit Asylbewerbern.

- Menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen.

 

13. Lebensschutz und Bioethik

 „Die Ehrfurcht vor allem Leben“ (Albert Schweitzer) und der Grundsatz der unantastbaren Würde menschlichen Lebens lenkt den Blick auf die aktuell diskutierten Probleme am Beginn des Lebens  (Abtreibung, Pränatale Diagnostik) und Ende (Sterbehilfe, Organspende), aber auch auf Gentechnologie, Klonen, Stammzellen- und Embryonenforschung.

Das ÖDP-Konzept beinhaltet u.a.:

- Keine Patentierung und wirtschaftliche Ausbeutung von Erbgut.

- Schaffung eines europäischen Embryonenschutzgesetzes.

- Verbot des Klonens.

- Wirksame Strategien zur Senkung der europaweit hohen Abtreibungszahlen.

- Angemessene Berücksichtigung von Erziehungs- und Betreuungszeiten bei der Rentenbemessung.

- Bedarfsgerechten Ausbau der Palliativversorgung sowie der Hospizstationen und –dienste.

- Verbot der aktiven Sterbehilfe (Euthanasie).

 

14. Bürgerrechte, Datenschutz und Innere Sicherheit

Der Wegfall der Binnengrenzen, ein Dschungel von Subventionen und unklare Zuständigkeiten erleichtern Kriminalität und Korruption. Staatliche Gegenmaßnahmen sind so anzulegen, dass den Erfordernissen der Ermittlungsarbeit und des Datenschutzes gleichermaßen Rechnung getragen wird. 

Die ÖDP setzt sich ein für:

- Eine staatenübergreifendarbeitende Polizei und EU-weit vernetzte Ermittlungsorgane.

- Verbot jedweder generellen Überwachung - Ausnahmen nur nach richterlicher Anordnung.

- Abschöpfung illegaler Gewinne und Ausschluss korrupter Unternehmen von öffentlichen Aufträgen.

- Einübung friedlicher Konfliktbewältigung in Schulen, Medien und Politik.

 

15. Außen-und Verteidigungspolitik

Zur „Konfliktverhütung“ und „Krisenbewältigung“ erlaubt der EU-Vertrag sogar Angriffskriege. Auch zur „Wahrung der Werte der Union und im Dienste ihrer Interessen“, z.B. zur Sicherung von Ölquellen, kann eine militärische „Mission“ durchgeführt werden. Die Entscheidungen über Kriegseinsätze und militärische Aufrüstung fällt der Ministerrat (bestehend aus den Verteidigungsministern der Mitgliedstaaten). Er tagt hinter verschlossenen Türen. Weder das Europäische Parlament noch der Deutsche Bundestag kann dort gefasste Entscheidungen ändern. Bei solchen Einsätzen soll die militärische und politische Leitung (auch für die Bundeswehr!) künftig ein Komitee der EU übernehmen, das nicht demokratisch gewählt ist. Das EU-Parlament muss über Kampfeinsätze nur sporadisch unterrichtet werden, der Bundestag überhaupt nicht.

Die Außen- und Verteidigungspolitik der EU kann von keinem Gericht überprüft werden.

Die Position der ÖDP:

- Der EU-Vertrag muss so abgeändert werden, dass Kriege der EU um Öl und Rohstoffe und zur Sicherung von Handelswegen verboten werden.

- Eine gemeinsame EU-Außenpolitik muss auf Konfliktvorbeugung zielen - und in Konfliktsituationen auf friedliche Konfliktlösung und humanitäre Hilfe.

- Die Aufgabe der Friedenswahrung obliegt den in der UNO verbundenen Völkern.

- Die EU-Mitgliedsstaaten sollen sich auf schrittweise Abrüstung und auf die Beschränkung von Rüstungsexporten auf EU- und NATO-Mitgliedsstaaten verpflichten.

 

16. Vision

Die Europäische Union muss ein Bündnis von Staaten bleiben, die ihr reiches kulturelles Erbe bewahren. Die Wirtschaftspolitik der EU muss die Chancen und Möglichkeiten der jeweiligen Länder berücksichtigen. Die Pläne, europaweit eine starre neoliberale Wirtschaftsordnung mit einem allgemeinen Sozial- und Demokratieabbau einzuführen, lehnen wir entschieden ab. Die Bereiche, die in die Regelungskompetenz der EU fallen, sind daher klar zu definieren.

Der erste und wichtigste Schrittist die Reform der EU-Institutionen.

Wir brauchen demokratisch legitimierte Institutionen mit verständlichen Strukturen, abgegrenzten Zuständigkeiten und transparenten Verfahren. Die ÖDP fordert dazu einen demokratisch legitimierten Verfassungskonvent, denn die Menschen der Europäischen Union haben eine gute, demokratisch entschiedene und zukunftsweisende Verfassung verdient. Diese muss durch einen EU-weiten Volksentscheid, bei dem jede Nation über die EU-Verfassung abstimmt, legitimiert werden.

Unterstützen Sie uns, damit auch in Zukunft die Völker Europas in Frieden und wechselseitiger Achtung miteinanderleben und zum Wohlergehen aller beitragen werden.

 

Weitere Informationen: ödp Bayern Europawahl 2014

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert:

22. Mai 2017

 

22.05.2017 Termine

Stadtratssitzung 16.05.2017

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A Place To Bee

Für eine Zukunft mit Bienen

Aktion des Bund Naturschutz


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Ferienspaßaktion der ALL 2016

Mit Bus und Bahn zur Vogelinsel

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9. Altstadtrennen Leutershausen 2016

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Leben auf dem Land

Von Hürden und Helden
Wie sich das Leben auf dem Land neu erfinden lässt


Studie des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung

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Veränderung beginnt bei Dir!   

 

RESPECT vermittelt relevante Themen,bietet ein Forum für Diskussionen und regt an zur Hinterfragung, bzw. Änderung der eigenen Lebensgewohnheiten  

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Aktivitäten

  

Bericht von der Veranstaltung "Jüdisches Leben in Leutershausen und seinen Dörfern"  

 

Antwort des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zur Pflanzenschutzmittelbelastung der Wiedersbacher Brunnen 

 

Vortrag von Gerhard Bauer am 18. September 2014 im Gasthaus Krone Leutershausen zur Situation der Kläranlage Leutershausen 

 

Das Wasserteam Wiedersbach informiert:  

Durch Grundwassermesstellen soll die Herkunft der Pestizide im Wiedersbacher Brunnenwasser festgestellt werden.

Pressemitteilung der Alternativen Liste Leutershausen zur finanziellen Situation der Stadt  

   

Sonstiges:

 

ALL(e) Themen

Fracking

Freihandelsabkommen TISA

Freihandeslabkommen TTIP

Freihandelsabkommen CETA

Wasserversorgung  

Zentrale Wasserversorgung

Grundwasserschutz 

 

Stadtratswahl 2014   

Was wäre wenn?

(jeder Stimmbezirk seinen eigenen Stadtrat gewählt hätte?) 

Ergebnis der Stadtratswahl 

(nach Grupperungen und Stimmbezirken) 

Ergebnis der Kreistagswahl 

(Kandidaten, die auch auf der ALL-Liste Kandidiert haben) 

    

ALL(e) Themen

Campagne von campact: Bienensterben stoppen!  

Netzwerk "Blühende Land- schaft - Region Hesselberg 

 

Alternative Liste Leuterhausen unabhängige engagierte Bürger e V. 

Sudetenstr. 6b

Bankverbindung

RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank BLZ:         765 600 60

Kto-Nr.:     783170

IBAN: DE50 765600600000783170

BIC:   GENO DEF1AN 

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     Angeblich kann man in
     deutschen Wohnungen
     vom Fußboden essen - 

     mir wäre es lieber, man
     könnte aus deutschen
     Flüssen trinken. (Ilse Sträter)